Nach einem nervösen Beginn beider Mannschaften entwickelte sich in der heimischen Olebachhalle in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe. Den etwas besseren Start erwischte Bettenhausen und ging erstmals nach fünf Minuten mit zwei Toren in Führung (4:2). Die Abwehr des VfB fand in der ersten Halbzeit wenig Zugriff und ermöglichte den Gästen immer wieder zu einfachen Toren zu kommen. Auch im Angriff wurden einige klare Torchancen nicht genutzt, so dass Wesertal mehr als nur im Spiel blieb und kurz vor der Pause sogar mit 16:17 in Führung ging.

Nach dem Seitenwechsel dann eine völlig veränderte Bettenhäuser Mannschaft. Die Pausenansprache zeigte Wirkung. Klare Aufgabenverteilung und strategische Richtungen wurden ausgegeben. Die Abwehr stand nun sehr kompakt und binnen zehn Minuten drehte der VfB das Spiel von 16:17 auf 24:20. Beim Stand von 27:21 gute zwölf Minuten vor Ende schien das Spiel entschieden, doch wie schon im ersten Durchgang scheiterte man immer wieder am guten Wesertaler Torwart Wellhausen. So konnten die Gäste mit einem 3:0 Lauf nochmal auf 27:24 verkürzen ehe der VfB nach dieser kurzen Schwächephase wieder zurück ins Spiel fand. Über die überzeugende Deckung machten die Hausherren mit einem 4:1 Lauf auf 31:25 fünf Minuten vor Ende alles klar.

Trainer Sascha Sellemann sagte nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit hatten wir ein paar Schwierigkeiten in der Deckung, da hat der letzte Schritt gefehlt, die Aktion zu unterbinden. Das haben wir zu Beginn der zweiten Hälfte wesentlich besser gemacht und damit den Grundstein für den Sieg gelegt. Im Angriff haben wir gegen die offensive Deckung immer wieder gute Lösungen gefunden. Aber wir haben es leider verpasst, frühzeitig den Deckel drauf zu machen, indem wir mit einigen hundertprozentigen Chancen am gegnerischen Torhüter gescheitert sind“

Mit diesem wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Ligaverbleib verschafft sich der VfB Viktoria Bettenhausen mehr als nur etwas Luft und klettert auf Rang 8 in der Tabelle.

Kommendes Wochenende erwartet den VfB ein schweres Auswärtsspiel beim TV Hersfeld. Anpfiff ist dort um 18:30 Uhr in der Geistalhalle.

Es ist ein Bus geordert (Abfahrt Halle 15.55 Uhr) und die Mannschaft dankt schon im Vorfeld für die überragende Unterstützung durch die Fans des VfB!

VfB Viktoria Bettenhausen: Botthof (Tor), Frey (Tor), Sellemann 5, Tataraga, Suton 5, Schuldes 3, Koch 4, Gladis, Frank, Schlosser 8, Ganasinski, Paar 3, Vaupel 3

Wie "sah" es die HNA:

Bettenhäu­ser fei­ern wich­ti­gen Heim­sieg

HNA Hessische Allgemeine (Kassel-Ost), Deutschland 26.03.2019
FO­TO: PE­TER FRIT­SCH­LER

Er­ziel­te acht To­re: Jan­nik Schlos­ser.

Kas­sel – Ei­nen wich­ti­gen Sieg auf dem Weg zum Ziel Klas­sen­er­halt in der Hand­bal­lLan­des­li­ga lan­de­te der VfB Vik­to­ria Bet­ten­hau­sen mit dem 32:27 ( 16:17) über die HSG We­ser­tal.

„Wir sind noch nicht aus dem Schnei­der“, sag­te Da­vor Ju­ricic, der Sport­li­che Lei­ter der Bet­ten­häu­ser. „Wir ha­ben noch vier schwe­re Spie­le und müs­sen punk­ten. Die­ser Er­folg war aber ein wich­ti­ger Etap­pen­sieg.“ Ju­ricic hat­te im Spiel ge­gen We­ser­tal das Sa­gen auf der Bank, weil Trai­ner Pas­cal Züg­ler im Hoch­zeits­ur­laub weil­te.

Die erste Halb­zeit in der Ole­bach­hal­le lief kei­nes­falls op­ti­mal für die Gast­ge­ber. Die Ab­wehr fand kei­nen Zu­griff auf die We­ser­ta­ler An­grei­fer, in der Of­fen­si­ve ließ der VfB Chan­cen lie­gen. Das sah nach der Pau­se völ­lig an­ders aus. Die De­ckung stand jetzt kom­pakt und kon­trol­lier­te den Geg­ner. Im An­griff wur­de gut aus­ge­spielt und nach ei­ner 9:3-Se­rie für die Bet­ten­häu­ser lief al­les Rich­tung Sieg der Gast­ge­ber.

VfB: Bott­hof, Frey; Schmidt 1, Sel­le­mann 5, Ta­ta­ra­ga, Su­ton 5, Schul­des 3, Koch 4, Gla­dis, Frank, Schlos­ser 8, Ga­nasin­ski, Paar 3, Vau­pel 3

Aus Sicht des gegnerischen Trainers: 

27:32-Niederlage in Bettenhausen 

HSG Wesertal verliert wichtiges Spiel im Abstiegskampf 

Quelle: HNA 25.03.19 17:22

Bettenhausen. Für die HSG Wesertal wird es immer schwerer, noch den Klassenerhalt in der Handball-Landesliga zu schaffen. Beim Mitaufsteiger VfB Viktoria Bettenhausen verlor der Vorletzte mit 27:32 (17:16).

Damit verloren sie nach dem 33:28-Hinspiel aufgrund der Auswärtstorregelung auch noch den direkten Vergleich mit den Bettenhäusern, die mit diesem Sieg wohl gerettet sein dürften.

In diesem für die HSG so wichtigen Spiel fanden die Gäste recht gut ins Spiel. Die gegen VfB-Spielmacher Gordan Suton vorgenommene 5:1-Deckung funktionierte nach einigen Anlaufproblemen. In einer ausgeglichenen ersten Halbzeit lagen die Wesertaler zunächst knapp zurück, konnten aber ausgleichen und kurz vor der Pause erstmals mit 17:16 in Führung gehen.

Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit verschlief Wesertal jedoch, so dass sich der VfB auf 21:17 absetzen konnte. „Die sind richtig heiß aus der Kabine gekommen und haben natürlich ihre größere Routine ausgespielt“ kommentierte HSG-Trainer Frank Rossel die Anfangsphase nach der Pause. In einem zerfahrenen Spiel liefen die Gäste nun ständig einem Rückstand von drei oder vier Toren hinterher. Vorne taten sie sich gegen die massive und körperlich robuste Deckung der Gastgeber sehr schwer. Sie schlossen dabei häufig zu früh ab und kassierten Tempogegenstöße.

Zehn Minuten vor Schluss versuchte Rossel seine Mannschaft noch einmal in einer Auszeit auf den Schlussspurt einzuschwören, doch es gelang, nicht mehr zu verkürzen. Kurz vor dem Ende erhöhte der VfB noch auf fünf Tore.  zmw

Wesertal: Meier, T. Wellhausen - J. Wellhausen, Me. Herbold, T. Herbold (3), Freybott (5), Müller, Simon (8), Theis (2), Kaufmann, Helling (1), Ju. Brunst (5), Wunder (1), Dworog (2).